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Juristisches ...

Mit Email vom 17.1.2014 haben wir vom Verlag Galileo Press die Erlaubnis erhalten, einige Auszüge (Ausrisse) aus dem Buch von RA Wolfgang Rau (Präsident und Justitiar des DVF) auf unserer Internetseite zu dokumentieren. Vielen Dank an Herrn RA Rau und den Verlag. Die Herleitung, der weitere Kontext und praktische Beispiele sind im nachfolgend angegebenen Buch nachzulesen. Wer sich umfassender informieren möchte, nutzt den Link auf das Buch von RA Rau. http://www.galileodesign.de/3427
Die Interviews mit Herrn RA Rau könnt ihr bei Youtube bei den Folgen von Blende 8 ansehen und anhören. Sehr interessant.


Übersicht Videos

Thema

Bemerkung und Link

Video: Fotorecht bei Porträts und Personenaufnahmen - Blende 8

http://www.youtube.com/watch?v=ajVLAMB7GTM

Video: Fotorecht: Was man bei Fotoaufträgen beachten sollte

http://www.youtube.com/watch?v=9GrIYfEDTwk

Video: Recht für Fotografen: Internet - Blende 8 - Folge 113

http://www.youtube.com/watch?v=1nPOM96jREI

copyright

Das Urheberrecht des Fotografen in ein paar Sätzen:

Entstehung, Natur und Dauer des Urheberrechts
Nachdem nun klar ist, was im Einzelnen dem urheberrechtlichen Schutz unterliegen kann und welche Voraussetzungen dazu erfüllt sein müssen, stellt sich die Frage, wie ein Urheberrecht an einem Lichtbildwerk, Lichtbild oder Film überhaupt entsteht und welchen Umfang es hat. Was muss ein Fotograf gegebenenfalls tun, um sein Urheberrecht zu begründen?
Gelegentlich wird die unzutreffende Meinung vertreten, dass durch die Verbindung eines Bildes mit dem international bekannten Copyright-Zeichen der Urheberrechtsschutz entstehe, und dass - anders ausgedrückt - ohne dieses Zeichen kein Urheberrecht vorhanden sei. Immer wieder werde ich auch von Seminarteilnehmern gefragt, ob es Pflicht sei, das -Zeichen bei einer Veröffentlichung der Bilder zu verwenden. Diese Fehleinschätzung kommt aus dem US-amerikanischen Recht, in dem das Symbol eine andere Bedeutung hat bzw. hatte als in unserem Rechtssystem.
Bis zum Jahre 1989, in dem die USA der Berner Übereinkunft beigetreten sind, konnten Rechte des Urhebers erlöschen, sofern das -Zeichen oder ein sonstiger Copyright-Vermerk nicht auf dem Werk angebracht war. Seit 1989 ist dies jedoch nicht mehr erforderlich. Allerdings empfiehlt es sich aus prozessualen Gründen im anglo-amerikanischen Rechtskreis jedoch auch heute noch die Verwendung des -Zeichens - etwa um mögliche Schadensersatzansprüche vor Gericht besser durchsetzen zu können.

Urheberrecht entsteht mit der Schaffung des Werkes
Nach deutschem Recht entsteht das Urheberrecht seit jeher mit der Schaffung des Werkes, ohne dass der Urheber irgendetwas zusätzlich tun muss.
Anders als andere Schutzrechte, wie zum Beispiel Patente, Marken und Geschmacksmusterrechte, die erst mit Eintragung beim Deutschen Patent- und Markenamt entstehen, muss und kann ein Urheberrecht auch nirgendwo eingetragen werden. In dem Moment, in dem der Fotograf auf den Auslöser gedrückt und das Bild gemacht hat - gleichgültig, mit welcher Technik - ist er Urheber des jeweiligen Fotos.
Auszug aus:
Rau, Wolfgang: Recht für Fotografen. Der Ratgeber für die fotografische Praxis. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Bonn: Galileo Press 2013. S. 33 34
Mit freundlicher Genehmigung von RA Rau und Galileo Press
(http://www.galileodesign.de/3427 )